Dienstag, 28. August 2018

The Great Gia(n)na Sisters

Mario bekam 1987 starke Konkurrenz aus Deutschland, das Spiel The Great Gianna Sisters erschien (das zweite n verschwand irgendwann aus dem Titel). Auf dem C64 gab es vorher (und vermutlich auch danach) keinen ähnlich genialen Plattformer. Legenden wie Armin Gessert (Programmierung), Hendrik Nordhaus (Programmierung), Manfred Trenz (Grafiken) und Chris Hülsbeck (Sound und Musik) entwickelten das Spiel für Time Warp Productions.


Das Spiel erschien auch für Amiga und Atari ST. Der Erfolg wurde durch den Rechtsstreit mit Nintendo und die Vielzahl von Raubkopien, vor allem auf dem C64 beflügelt. Der Spieler steuert die Giana Sisters durch marioeske Welten, bekämpft Eulen, Schildkröten, sammelt Sterne und springt lustig durch die Gegend.

Da das Spiel Super Mario Bros. extrem ähnlich war, verhinderte Nintendo die Veröffentlichung des Nachfolgers Giana 2 - Arther and Martha in Future World, da schließlich mit geänderten Sprites als Hard'n'Heavy 1988 erschien. 2012 erschien der lang ersehnte Nachfolger Twisted Dreams, der über Kickstarter produziert wurde. Auch hier war Chris Hülsbeck der Musiker, wodurch das Spiel eine ähnliche Sogwirkung entwickelte.

Auch für das Nintendo DS (sic!) erschien 2009 ein offizieller Nachfolger, im gleichen Jahr erschien auch eine Portierung der C64-Version auf Sourceforge. Auch auf Mobiltelefonen und macOS erschien das Spiel 2011, sowie eine Betaversion mit 3 Leveln in der Quake-Engine.

Ski or Die

Electronic Arts schuf 1990 mit dem Snowboard-Hersteller Burton nach Skate or Die das Ski- und Snowboard-Spiel Ski or Die. Der Spieler kann dort in diversen Disziplinen sein Können unter Beweis stellen. Im Downhill Blitz steigt man auf Skier, ebenso bei den Acro Aerials. Im Snowball Blast muss man eine Schneeballschlacht bestreiten, mit dem Snowboard geht es in die Halfpipe. Ein zweiter Spieler kommt beim Innertube Thrash ins Spiel, mit Reifen muss eine Piste heruntergefahren werden. Bei der letzten Disziplin kann man den Reifen des Gegners zerstechen.


Nach den ganzen Summer und Winter Games bietet das Spiel erfrischende Neuerungen, der fetzige Soundtrack rundet das Ganze ab. PC-Spieler mussten über eine Adlib- oder Soundblaster-Karte verfügen, waren beide Karten vorhanden war die PC-Umsetzung die beste dank VGA-Grafik und astreinem Sound.

Das Spiel kann nur auf halblegalen Abandonware-Seite bezogen werden, und z. B. mit DosBox gespielt werden.

Montag, 27. August 2018

Parodius

Konami, hauptsächlich bekannt für Spiele wie Gradius und andere geradlinige Action-Spiele, schuf 1988 mit Parodius ein Meisterwerk. Auf Gameboy, SNES und Arcade spielte der Spieler ein Raumschiff in einem Sidescroller.


Sagte ich Raumschiff? Neben dem Gradius-Schiff konnte man auch einen Pinguin oder einen Kraken spielen und Katzen, Papageien und anderen Gegnern den Garaus machen.


Das Spiel nimmt einige Klassiker von Konami aufs Korn. Für den Gameboy war es der beste Shooter, mein Lieblingscharakter war der Pinguin. 

Das Spiel erhielt mehrere Fortsetzungen und ist auch heute noch eines der schönsten Spiele. 



Freitag, 24. August 2018

Test Drive

Vor Need for Speed, Gran Turismo und anderen Klassikern schuf Accolade 1987 eine der ersten Rennsimulationen. Schon im ersten Teil war die Grafik wegweisend. 


Der Spieler kann aus mehreren Sportwagen auswählen und muss eine Strecke in einer vorgegebenen Zeit schaffen. 
Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen erscheint die Polizei im Rückspiegel, der man entkommen muss.

In insgesamt 11 Spielen und mehreren Kickoffs wurde die Reihe von mehreren Entwicklerstudios weitergeführt, zuletzt erschien 2012 ein Sequel. Die Spiele erschienen auf unzähligen Plattformen, hauptsächlich jedoch auf PCs. 
Das Spiel ist unverwüstlich, auch heute machen die frühen Teile Spaß. Lange vor dem Perfektionismus von Gran Turismo waren die Spiele relativ realitätsnah, der Spieler musste zum Beispiel schalten.
Ohne Test Drive gäbe es viele Rennspiele nicht - zumindest wäre die Perfektion nicht so fortgeschritten. 

Dienstag, 21. August 2018

Quackshot

Ein anderes Highlight der Disney-Spiele auf dem Mega Drive ist Quackshot. Diesmal ist Donald auf der Suche nach archäologischen Schätzen.


Der Spieler hüpft durch verschiedene Levels und verschießt Pömpel. Nach und nach erhält man Pömpel mit neuen Eigenschaften. Damit kann man dann Treppen bauen und andere nützliche Dinge.


Teilweise können bestimmte Levels erst gelöst werden, wenn man vorherige gelöst hat. Am Ende eines Levels wird man von Tick, Trick und Tracks mit dem Flugzeug abgeholt.


Der Spielverlauf ist nicht linear, man kann jederzeit das Level wechseln. So entsteht kein großer Frust.

Das Spiel ist wie Castle of Illusion ein echter Klassiker und darf in keiner Sammlung fehlen.


Chris Huelsbeck

Chris Huelsbeck ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten Spiele-Musiker. Viele Spiele, vor allem aus Deutschland, verdanken ihm schmissige Soundtracks, die sich in Generationen von Spielern eingebrannt haben.



Seine Werke waren so erfolgreich, dass er sogar Alben veröffentlicht hat - das letzte erschien 2008 (Symphonic Shades) und enthält Soundtracks von Spielen wie Turrican III, R-Type oder The Great Giana Sisters. Sein bestes Album ist Shades, das neben großartiger Spielemusik auch für das Album geschriebene Stücke enthält - wie das großartige Addicted to These Games, nach dem dieser Blog benannt ist.


Folgende Spiele wurden von Chris Huelsbeck vertont:






Regenbogenkunst

Die bekannteste deutsche Software-Schmiede und Publisher war Rainbow Arts. Viele Klassiker wie Giana Sisters, Turrican, R-Type oder Blockout wurden programmiert oder veröffentlicht von dem 1984 in Gütersloh gegründeten Unternehmen.


Größen wie Chris Huelsbeck, Armin Gessert, Manfred Trenz, Andreas Escher, Thomas Hertzler, Boris Schneider, Martin Gaksch, Teut Weidemann, Celal Kandemiroglu oder Hans Ippisch arbeiteten für das Unternehmen.

Später wurde die Firma an Softgold verkauft, 1999 folgte dann nach vertrieblichen Fehlentscheidungen das endgültige Aus.

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