Freitag, 16. März 2018

Syndicate

Ein weiteres Spiel von Peter Molyneux ist Syndicate. Hier schlüpft man in die Rolle einer Geheimorganisation, die die Weltherrschaft anstrebt.



Der Spieler steuert 4 Agenten durch Industriegebiete und Städte und erfüllt Missionen. Das erbeutete Geld wird in neue Ausrüstung und Upgrades gesteckt.



In GTA-Manier können Fahrzeuge erbeutet und Waffen geklaut werden. In isometrischer Vogelperspektive bewegt sich der Spieler durch eine düstere Zukunft und schaltet neue Levels durch das Erobern von Gebieten frei.

Schafft man eine Mission nicht, kann man auf der Weltkarte eine andere auswählen. Je nach Ausrüstung sind manche Missionen leichter als andere, manchmal reicht schon das Wechseln der Startausrüstung.
Das Spiel glänzt mit toller Grafik, fesselnder Musik und tollen Soundeffekten. Die Musik passt sich der Spielsituation an, ähnlich wie bei LucasArts Adventures.



Das Spiel kann kostenlos im Internet gespielt werden oder bei Origin erworben werden.

Donnerstag, 15. März 2018

North & South

Nord- gegen Südstaaten - darum geht's in diesem Spiel. Nach der Wahl einer Seite geht es los, der Spieler muss es schaffen, ganz Nordamerika unter seine Kontrolle zu bringen. Auf einer Karte nähern sich die Truppen, der Spieler versucht zunächst, möglichst viele Eisenbahnlinien zu besetzen. Wenn die Truppen aufeinander treffen, beginnt der Kampf


Die einzelnen Truppenteile können separat bewegt werden und müssen über Brücken navigiert werden. Wenn alle Truppen zerstört sind, erobert der Spieler das jeweilige Gebiet. Forts müssen in einem anderen Minispiel erobert werden, ebenso können Goldlieferungen abgepasst werden. Hier muss der Spieler auf den fahrenden Zug aufspringen und bis zur Lok gelangen.


Die Comicgrafik ist liebevoll gestaltet und an die Comicvorlage angelehnt.



Das Spiel wurde auf viele Systeme portiert und kann auch heute noch für diverse Plattformen heruntergeladen werden.


Der Spielspaß findet einen Höhepunkt, wenn es zu zweit gespielt wird und der Indianer die mühevoll hochgepäppelte Einheit mit einem Tomahawk zerstört. Auch heute noch ein tolles Spiel.

Black & White

Gott spielen - darum geht es in allen Spielen. Peter Molyneux' Spätwerk Black & White macht dies möglich. Mit Hilfe eines kleinen Hilfgotts und Hilfteufels lernt der Spieler, wie man Völker dazu bringt, einen Gott gebührend zu verehren.


Selbstverständlich ist man nicht alleine - ein großes Tier hilft einem dabei. Egal, was der Spieler wählt - Kuh, Gorilla, Löwe - er selber hat es in der Hand, ob das Tier Angst und Schrecken verbreiten soll oder durch Güte und Unterstützung das Volk unterwirft.


Das Tier muss am Anfang schlafen und essen, bis es eine respektable Größe erreicht. Man hat es selbst in der Hand, ob man es frei herumlaufen lässt oder an die Leine legt. Die Leine kann befestigt werden, damit das Tier in einem festgelegten Radius agiert.


Der Spieler erhält Aufgaben, die er vollkommen frei erfüllen kann. Das Tier lernt dabei, Zaubersprüche zu sprechen und Ressourcen zu sammeln. Je nachdem wieviel Erfahrung hat, wächst es.


Beim Erobern der Inseln unterstützt es den Spieler, indem es andere Dörfer angreift und die gegnerischen Tiere bekämpft. Bei den Kämpfen sammeln sich die Dorfbewohner, je nachdem wie stark die Tiere sind, werden auch Gebäude hierbei zerstört.


Molyneux erfüllte mit dem Spiel den Traum des Spielers, sich frei bewegen zu können. Einzige Begrenzung des Spiels sind die Inseln, die es zu erobern gibt. Das Spiel ist die logische Weiterführung der Meisterwerke - Populous, Powermonger, Sim City, Dungeon Keeper - und bezaubert den Spieler mit der wunderschönen Grafik und dem Langzeitspielspaß.
Egal wie gut oder schlecht der Spieler agiert, zu verlieren ist nur mit viel Fehlentscheidungen möglich. Wählt der Spieler die gute Seite, kriegt er öfter Probleme mit den stärker werdenden Gegnern.
Die Tiere verändern auch ihr Aussehen - ein böser Löwe färbt sich mit der Zeit schwarz. Der Spieler kann auch chaotisch agieren - Zuckerbrot in Form von Wundern, Peitsche in Form eines wildgewordenen Tiers. Bizarr wird das Ganze wenn man eine böse Kuh züchtet.



Mittwoch, 14. März 2018

Rick Dangerous

Eine Steinkugel von hinten, unser Held rennt davon, springt, fällt, springt, geschafft. Klarer Fall, Rick Dangerous macht die Gegend unsicher. Der schönste Indiana-Jones-Clone der 16-Bit-Ära...


Durch zwei Teile kämpft er sich, zunächst durch einen antiken Tempel mit Fallen, Eingeborenen und gnadenlosen Plattformen. Seine Pistole hat nur 6 Schüsse, daher muss er versuchen, die Gegner zu umgehen oder in Fallen zu locken.
Im zweiten Teil kämpft er sich durch eine verrückte Zukunft, hier muss der Spieler vier Kapitel in beliebiger Reihenfolge überstehen - der Frustfaktor ist hier nicht ganz so hoch. (Wohl dem, der im ersten Teil über die ersten 10 Bildschirme gekommen ist.)


Programmiert wurde das Spiel von Core Design, einer längst vergessenen Spieleschmiede. Berühmt wurde die Firma durch die Tomb-Raider-Serie.


Wer die Abenteuer nochmal durchstehen möchte, kann auf XRick zurückgreifen. Ganz im Stil von Indiana Jones muss man sich durch Südamerika, Ägypten, Schwarzendumpf Castle und eine geheime Raketenbasis kämpfen.


Das Spiel setzte damals Massstäbe für Plattformer, trotz des unerbittlichen Schwierigkeitsgrads erfreute es sich großer Beliebtheit.

Update: https://troet.cafe/@knicknatterton/108284780442053241







Dienstag, 13. März 2018

Roger Wilco - die Putze, nicht die Band

Wer kennt ihn nicht - Roger Wilco, Retter der Galaxien, Herr über Wischmops und Staubsauger. In Space Quest, einer der ältesten Adventure-Serien aus dem Hause Sierra, geht es um einen Helden wider Willen. Er überlebt einen Alien-Überfall, weil er in der Besenkammer eingeschlafen ist und schafft es mit viel Chuzpe und Unwissenheit, die Aliens zu besiegen.




Er schlägt sich durch insgesamt 6 Teile, anfangs noch völlig unbedarft. Mit der Zeit hat er den Bogen raus, vernichtet Terminatoren, infiltriert geheime Basen um die "Two Guys From Andromeda", die Space-Quest-Entwickler Scott Murphy und Mark Crowe zu befreien und kommandiert schließlich sein eigenes Schiff.


Den Höhepunkt der Serie bildet Space Quest IV - das erste Abenteuer in "echtem" VGA. Roger landet in einer kargen Zukunft und wird mal wieder von diversen Bösewichten verfolgt. Mit Duracell-Häschen und Zeitsprüngen landet er schließlich in Space Quest 1 und schafft es am Ende doch zu gewinnen.


Space Quest 1 hat eine liebevolle Neuauflage erhalten, bis zum dritten Teil hat der Spieler noch mit Pfeiltasten und Textparser gespielt, in der Neuauflage sowie in Teil IV wird die neue Engine verwendet.




Aufgelockert wird das Spiel durch Arcade-Sequenzen in Spielhöllen und in Raumschiffen.


Arnold Schwarzenegger sowie eine Terminator-Dame sind nur zwei der liebevoll gestalteten Gegner.


Die komplette Saga ist bei GOG.com erhältlich.

Montag, 12. März 2018

Covert Action

Ein einzigartiges Spiel stellt Covert Action dar. Sid Meyer schuf diese wenig beachtete Perle. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines wahlweise weiblichen oder männlichen Geheimagenten und muss ein weltweites Komplott aufdecken.
Das Spiel besteht aus mehreren Minispielen, die je nach Spielsituation gemeistert werden müssen. Anfangs stehen dem Spieler nur spärliche Informationen zur Verfügung - abgefangene Faxe, Zeitungsartikel und interne CIA-Memos.
Anhand dieser Informationen muss man in eine Stadt reisen und dort auf Spurensuche gehen - mit Wanzen, Autoverfolgungen und Einbrüchen.


Hat der Spieler genügend Informationen gesammelt, kann er die Zielperson aufspüren und verhaften. Macht man hier einen Fehler, verschwindet die Person, in der Regel hat man das Spiel verloren, da sich die Ereignisse überschlagen.


Beim Einbruch in konspirative Wohnungen oder Botschaften muss der Spieler alle Wachen ausschalten und Informationen abfotografieren. Mit etwas Glück sitzt die gesuchte Person dort und kann verhaftet werden. Wird man verletzt, tickt die Zeit weiter, während man wieder zusammengeflickt wird.


Am Ende des Spiels sieht der Spieler, wen er verhaftet hat und wer abtauchen konnte. Manche Personen tragen gestohlene Gegenstände, Codeknacker oder ähnliches mit sich.


Das Spiel hat eine sehr intensive Atmosphäre und bietet Langzeitspaß. Jede Spielrunde ist komplett anders, der Spieler hat durch die unterschiedlichen Möglichkeiten diverse Lösungswege. Nicht alle Minispiele sind gelungen, aber gerade das Einbrechen, Verwanzen und Code entschlüsseln ist genial umgesetzt.

Das Spiel ist erhältlich bei GOG.com.


Freitag, 19. Januar 2018

Civilization III

Mit Civilization III schuf Sid Meier einen Meilenstein des rundenbasierten Strategiespiels. Die Unstimmigkeiten der ersten Teile wurden ausgemerzt, der Tech Tree ausbalanciert, neue Spielmodi wurden eingeführt.
Der Spieler startet mit einem Bautrupp, einem Siedler und je nach Nation mit einem Späher. Anfänglich baut man Städte auf, bildet Einheiten aus und baut einfache Gebäude. Später kommen Weltwunder, die einem Vorteile bieten - wie Mauern in jeder Stadt, erhöhte Bildung, erhöhte Sichtweite von Einheiten.


Sind Gebiete noch nicht erforscht, liegt Kriegsnebel darüber - Barbarendörfer erscheinen zufällig, auch wenn die Gebiete bereits davon befreit wurden.
Der Tech Tree umfasst Technologien, die für das Fortschreiten erforderlich sind sowie optionale. Der Spieler muss also nicht alle Technologien erforschen, um in ein neues Zeitalter aufzubrechen. Durch Tausch mit anderen Zivilisationen kann er fehlende Technologien erhalten. Bestimmte Schlüsseltechnologien machen Weltwunder oder Errungenschaften obsolet, z. B. wird das Wunder, das in jeder Stadt Tempel errichten im späteren Spielverlauf obsolet.


Je nachdem, wie viel Prozent der Einnahmen der Spieler in die Forschung steckt, wird eine Technologie schneller oder langsamer erforscht, weiterhin benötigt ein weniger fortgeschrittener Spieler länger, um eine Technologie zu erforschen - vor allem, wenn diese besonders fortschrittlich ist.


Durch Bauwerke, die Kulturpunkte generieren, werden die bewirtschaftbaren Felder einer Stadt erweitert, ebenso die Stadtgrenzen. Eine Stadt kann zwar nur maximal 19 Felder bewirtschaften, bei Städten mit viel Kultur können die Stadtgrenzen jedoch weit darüber hinaus erweitert werden. Hierdurch können auch Ressourcen, die weiter entfernt sind, erlangt werden.
Es gibt Ressourcen, die für Einheiten oder Geländeerweiterungen benötigt werden, und Luxusgüter, die Einfluss auf die Bevölkerung haben. Überschüssige Ressourcen können ebenso getauscht werden.


Ist eine Ressource nicht verfügbar, kann der Spieler nur die nächstniedrigere Einheit bauen. Diese können dann im Nachhinein aktualisiert werden, so wird aus einem Speerkämpfer eine mittelalterliche Infanterie, später ein Musketier bis hin zu modernen Panzern.
Einheiten haben je nach Erfahrung unterschiedliche Trefferpunkte und Eigenschaften, die zum Beispiel einen Rückzug aus dem aktuellen Gefecht erlauben. Erlangt der Spieler eine Elite-Einheit, hat er die Chance auf eine Armee, in der drei, später vier Einheiten zu einem Verbund zusammengefasst werden können. Dieser Verbund erhält zusätzlich einen Bewegungspunkt.

Bauen der Spieler oder Verbündete Straßen und später Eisenbahnschienen, können Einheiten sich schneller bewegen. Mit Eisenbahnen können Einheiten in einem Zug ohne Verlust von Bewegungspunkten beliebig weit laufen, schnell kann es für den Spieler oder Gegner gefährlich werden, wenn alle Einheiten sich auf Städte zubewegen können.

Ziele des Spiels sind unterschiedlich - neben der höchsten Wertung können weitere Siegbedingungen definiert werden - wie etwa diplomatischer Sieg, Eroberung oder die Besiedelung des Weltraums.

Ich persönlich finde Civilization III den Teil mit dem höchsten Langzeitspaß. Der vierte Teil war einigermaßen gelungen, der schwache fünfte Teil ist zu schwerfällig und langweilig auf Dauer. Einzig Call to Power kann noch überzeugen. Der Computergegner ist zickig und verzeiht nur schwer - nur wenn man ihn mit Geschenken überhäuft wird er milde gestimmt.

Sehr reizvoll sind auch die Allianzen, wie oft passiert dem Spieler, dass eine Allianz übersehen wird. Die Folge sind meist Jahrhunderte währende Konflikte, die kaskadenartig ausgelöst werden. Die Gegner greifen den Aggressor an, sobald die Einheit eines Alliierten attackiert wird. Dies kann man auch für die eigenen Ziele verwenden, indem man Allianzen schließt und dann einem Gegner den Krieg erklärt - nachdem dieser sich wehrt, wird er von allen anderen überrannt.

Das Spiel inklusive den Addons Play the World und Conquests ist erhältlich auf Steam. Conquests bietet noch Missionen mit Storyline von der Steinzeit bis zur Neuzeit.